

1. Lebenswoche : 08.12. - 15.12.2011
Die Entwicklung der Welpen ist in Phasen unterteilt ! Die erste Phase dauert ca. zwei Wochen und nennt sich vegetative Phase. In dieser Zeit können die Welpen
nichts hören und auch nichts sehen, nur der Geruchs- und Tastsinn ist bereits vorhanden. Reflexartiges- und instinktverankertes Verhalten prägt nun den Alltag
in der Wurfkiste. Das äussert sich durch Saugen und den Milchtritt, Suchpendeln und Kreiskrichen, Jammern und Kontaktliegen. Verlässt die Mutterhündin in
dieser Zeit die Wurfkiste ( was sehr selten vorkommt, meistens nur nach Aufforderung zum Lösen ) bilden die Welpen ein Knäul. Dieses dient der Wärmespeicherung,
da die Welpen ihre Körpertemperatur noch nicht selbstständig reguliren können. Verliert ein Welpe den Kontakt zu den Geschwistern oder zur Mutter, schreit er
jämmerlich, bis er wieder Kontakt hat. Zum Ende der ersten Woche, spätestens nach 10 Tagen, sollten die Welpen das Geburtsgewicht verdoppelt haben. Nach 3
Wochen sollte sich das Gewicht verdreifacht haben. Die Verdauung wird von der Mutterhündin durch das Lecken der Bäuche angeregt. Die Welpen schlafen und
saugen im Wechsel. Die Mutterhündin geht in den ersten 3 bis 4 Tagen kaum aus der Wurfkiste. Sie kümmert sich rund um die Uhr um ihre Welpen. Sie zeigt auch
unseren anderen Hunden, dass sie nicht möchte, dass sie zu nahe an die Wurfkiste kommen. Um den 10. - 13. Tag öffnen sich die Augen und die äusseren Gehörgänge.
Die Welpen können aber erst so um Ende der 3. Lebenswoche, Sicht- und Hörreize verarbeiten. Die Welpen werden von Tag zu Tag munterer, die Aktivitäten ändern
sich in dieser Zeit. Die Schlafintervalle werden immer kürzer und der Welpe erkennt zum ersten Mal bewusst, das er Geschwister hat und sucht bewusst deren Nähe.

Donnerstag, der 08. Dezember 2011 - 1. Tag
Inzwischen ist es Abend geworden und Mopschy liegt müde und geschafft, aber völlig entspannt mit ihren Babys in der Wurfbox und ruht sich aus. Die Zwergis sind
alle sehr agil und haben alle ganz schnell den Weg zu Mamas Milchleiste gefunden und die erste wichtige Milch, die sogenannte Kolostrum getrunken. Diese erste
Milch schützt die Hundebabys gegen Krankheitserreger, weil sie sehr hohe Anteile an Antikörpern enthält. Der Darm der neugeborenen Hundebabys kann diese
Antikörper aber nur bis zu ca. 24 Stunden nach ihrer Geburt aufnehmen !
So, nun kann ich mich auch noch um die " Notitzen " kümmern, die ich während der Geburt gemacht habe. In einem Wurfbuch wird ausser dem Gewicht natürlich
auch die Uhrzeit der Geburt notiert und - ganz wichtig - die Kennzeichen, die es ermöglichen, die Welpen voneinander zu unterscheiden ( was dringend notwendig
ist, damit die tägliche Gwichtszunahme korrekt erfasst werden kann ).
Und wenn diese " Schreibarbeiten " erledigt sind, dann kommt noch lange keine Langeweile auf ! Es müssen die durch die Geburt verschmutzten Unterlagen und
Tücher ausgetauscht werden und die beste Freundin einer jeden Züchterin in den ersten Lebenswochen, die Waschmaschine, tritt in Aktion ! Und sie wird in den
nächsten Wochen täglich laufen, genau wie der Wäschetrockner !
Ach ja und so ganz nebenbei möchten natürlich auch noch die zweibeinigen Familienmitglieder versorgt werden ! Man sieht, es ist ein Full Time Job ! 
Das war eine Nacht ... ! Es ist eben wie bei einer Menschengeburt. Alles dreht sich um die neuen Erdenbürger und die Zwergis sind ständig am meckern, weil sie
gestillt werden möchten, aber nicht immer gleich den Weg zur Zitze finden.... Wie soll man da schlafen ? Wie gut das mein Bett neben der Wurfbox steht. Mopschy
ist eine super Mama, sie lässt die Zwergis nicht aus den Augen.

Freitag, der 09.12.2011 - 2. Tag
Inzwischen ist Ruhe eingekehrt und wir sind super zufrieden mit der Mama und den Puppies. Mopschy liegt ruhig und zufrieden zusammen mit ihren Zwergis in
der Wurfbox. Was ein super Zeichen ist, ist das man die Kleinen kaum hört, das ist immer ein gutes Zeichen und zeugt davon das Mopschy super versogt und die
Süßen satt und warm sind. Ab und an hört man mal ein " Meckern " von den Zwergis, das ist immer dann, wenn sich die Süßen von Mamas Reinigungs - Aktionen
gestört fühlen !

Samstag, der 10.12.2011 - 3. Tag
Die zweite Nacht war schon viel entspannter und auch ich hab entlich mal wieder etwas Schlaf gefunden ! Mopschy und die Zwergis sind wohlauf und man kann
merken, das langsam eine gewisse Normalität ins Tages- und Nachtgeschehen kommt. Mopschy betüddelt ihre Zwergis rund um die Uhr mit absoluter Hingabe !
An den Zitzen wird " Schwerstarbeit " geleistet - die Zwergis ziehen, treten, saugen und wackeln mit aller Kraft. Ihre Schwänzchen lassen sie dabei in hohen Bogen
abstehen. Wenn sie satt sind, " fallen " sie einfach ab und schlafen... Dann ist Gruppenkuscheln angesagt und alle Zwergis liegen dann in einem Knäuel neben -
und übereinander und schlafen zufrieden ein. Mopschynimmt es mit dem putzen der Zwergis sehr genau, die Lütten glänzen inzwischen schon richtig ! Alle Puppies
entwickeln sich super und nehmen kräftig zu.

Sonntag, der 11.12.2011 - 4. Tag
Heute werden wir versuchen die Zwergis einzeln zu fotografieren, ob sie schon aussagefähig sind, wird man sehen, denn die Welpen bewegen sich in schnellen
kreisenden Bewegungen ..... und nach ein paar Sekunden weinen sie meistens schon herzzerreissend nach ihrer Mana, die dann auch gleich aufgeregt angelaufen
kommt, um zu schauen was wir mit ihren Babys anstellen ! Und wir werden auch die Namen der Zwergis vorstellen ! Bitte denken Sie aber daran, dass die Welpen
in dem Alter noch nichts " Rassetypisches " und auch noch nichts von der typischen lieblichen Ausstrahlung eines Collies haben, die vielleicht schon ein 6 - 7
Wochen alter Welpe hat. Es sind noch " blinde Meerschweinchen ", die erst noch in sich reinwachsen müssen. Aber man wird im Verlauf der einzelnen Lebenswochen
an den vielen eingestellten Fotos sehen, wie die Welpen sich von Woche zu Woche tatsächlich immer chramanter und umwerfender werden und dann wird sich auch
keiner mehr dem Charme der Zwergis entziehen können !
Einzelvorstellung :




































































































Montag, der 12.12.2011 - 5. Tag
Unsere Zwergis wachsen und gedeihen bestens, bei allen sind die Nabelschnurreste schon abgefallen. Wie man auf den Einzelfotos von gestern sehr gut sehen
kann, beginnt die Pigmentierung von Nase und Pfötchen ! Das heisst, das aus den süßen " rosa Schweinenäschen " in den nächsten Tagen nun rabenschwarze
Collienäschen werden. In der Übergangszeit können die Näschen dadurch noch ein bischen gesprenkelt sein, aber das gibt sich ganz schnell ! Ansonsten haben
die Zwergis einen gesunden Appetit und da Mopschy auch sehr viel Milch hat, klappt die Versorgung bestens. Wenn die Zwergis aufwachen und Mama ist nicht
gleich greifbar, schreien sie lauthals nach ihr. Sobald die Milchbar dann geöffnet ist, geht der Kampf um den besten Platz auch schon los. Die Zwergis drängeln,
krabbeln übereinander und versuchen die beste Zitze zu ergattern. Wenn sie dann entlich " angedockt " haben, bleiben sie kräftig saugend und schmatzend in
der Position liegen. Sie liegen dabei nicht nur nebeneinander, nein auch übereinander oder schon mal Kopfüber über Mamas Bauch. Das störrt aber keinen.
Wenn sie satt sind, lassen sie sich " fallen " und schlummern tief und fest. Aber wehe einer der Zwergis wird wach und fängt wieder an zu saugen, schwuppps
sind alle wieder wach und müssen auch gleich wieder trinken. Da kann man es verstehen, das Mopschy inzwischen schon mal für ein Nickerchen die Wurfbox
verlässt. Sobald aber einer der Zwergis sich meldet, ist sie sofort zur Stelle.

Dienstag, der 13.12.2011 - 6. Tag
Unsere Zwergis nehmen weiterhin ordentlich zu, die Pigmentierung geht auch vorwärts und inzwischen sieht man auch schon, das sich die Zwergis versuchen
hoch zu stemmen. Im Moment müssen die Zwergis erst mal lernen ihre Bewgungen zu koordiniern, es passiert immer wieder mal, das ein Welpe durch die
Wurfkiste kullert. Dann ist größte Not angesagt ! Der betreffende Zwergi schreit was das Zeug hält, damit Mutti ja wieder Kontakt mit ihm/ihr oder auch mit
den Geschwistern herstellt. Für uns ist das Gepiepse und Gebrummele der Zwergis beruhigend, denn es ist ein Zeichen dafür, das sich die Zwergis wohl fühlen.
Aber die Zwergis können sich auch schon beschweren, dies tun sie dann besonders gerne, wenn Mopschy das Bäuchlein so lange leckt, bis sie auch sicher ist,
das es auch wirklich " leer " ist. Richtig Action kommt in die Wurfbox wenn Mopschy sich zum säugen hinein legt. Es wird um den besten Platz " gekämpft "
und auch schon mal ein Geschwisterchen dabei zur Seite gedrängelt. Mopschy ist eine sehr liebevolle - und hingebungsvolle Mama, sie geht in ihrer Mutter-
rolle ganz und gar auf. Das merkt man aber auch daran wie ruhig und zufrieden die Zwergis sind. Inzwischen hält sich Mopschy auch schon immer öfter mal
ausserhalb der Wurfbox auf, dort findet sie auch mehr Ruhe... Wir kompensieren inzwischen die fehlenden Stunden Schlaf, denn noch möchten wir Mopschy
und die Zwergis Nachts nicht alleine lassen. Wir wechseln uns mit dem Schlafen neben der Wurfbox einfach im täglichen Wechsel ab, so kann jeder auch mal
wieder eine Nacht durchschlafen. Und mal ganz ehrlich, es gibt doch keinen schöneren Grund als durch das Gewusele der Zwergis um den Schlaf gebracht zu
werden, oder ? Und uns ist es sehr wichtig, das wir im Fall der Fälle auch bei einer eventuellen Notsituation schnell zur Stelle sein können, oder auch nur mal
einen verirrten Zwergi, der laut protestierend weint, wieder an Mamas Zitze anzulegen !

Mittwoch, der 14.12.2011 - 7. Tag
Heute Nacht konnte auch die " Nachtwache " zum ersten Mal wieder länger als 6 Stunden durchschlafen
. Herrlich ! Die Zwergis finden nun auch alleine
den Weg zur Milchquelle und dies kann man auch an den Gewichtszunahmen sehen. Die Zwergis haben alle schön zugenommen und inzwischen werden die Wach -
Schlaf - Zyklen länger und das heisst, das unsere 24 Stunden Betreuung bald einem gereglten Tagesablauf weichen kann.
Und damit ist die erste Lebenswoche von unseren Zwergis schon vorüber - weiter geht es mit der 2.ten Lebenswoche !